Ibrahim trifft Abraham
Ibrahim trifft Abraham

Jugendliche in der wertepluralen Gesellschaft

 

Das friedvolle und gedeihliche Zusammenleben verschiedener Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in einer wertepluralen Gesellschaft und die hieraus resultierende Diversität von Lebensentwürfen stellt männliche Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte, die in bildungsbenachteiligten Elternhäusern aufwachsen vor große Herausforderungen. Divergierende Wertesysteme in Elternhaus, Peergroup und Residenzgesellschaft zwingen Jungen oftmals in ein Codeswitching, in dem sich die Identitätsfindung langwierig und konflikthaft gestaltet. So unterscheiden sich z. B. die Rollenanforderungen in traditionsbestimmten Familienzusammenhängen und öffentlichem Raum (Schule, Jugendzentren usw.) signifikant. Während in vielen Familien Jungen bereits sehr früh als autoritäre Wächter der Familienehre gefordert werden, die durchaus repressives Verhalten gegenüber weiblichen Familienangehörigen zeigen, fordern Akteure der Residenzgesellschaft partnerschaftliches und reflektiertes Verhalten.


Zahlreiche Berichte aus Schulen und Jugendeinrichtungen zeigen darüber hinaus, dass Jungen aus bildungsbenachteiligten Elternhäusern sich als anfällig für Eindeutigkeitsangebote extremistischer Gruppen zeigen, die z. B. die komplexen Folgen einer globalisierten Welt in einen monokausalen Wirk- bzw. Schuldzusammenhang stellen. Überaus deutlich zeigt sich dies aktuell in der Wahrnehmung des Palästinakonflikts, die zunehmend mit antisemitischen Deutungen und Zuschreibungen einhergeht. Unsere Beobachtungen zeigen, dass „Du Jude" bei vielen Jugendlichen zu einem gängigen Schimpfwort geworden ist. Dass der Antisemitismus bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den vergangen Jahren eine problematische Dimension erreicht hat, belegten zuletzt die Übergriffe von sechs Jungen mit Migrationshintergrund gegen eine jüdische Tanzgruppe in Hannover im Juni 2010.


Die Maßnahmen des Projekts - darunter Dialoggruppen und Jugendwettbewerbe - zielen auf eine Stärkung der Dialog- und Toleranzfähigkeit. Hierbei geht es auch um die Auseinandersetzung mit Eindeutigkeitsangeboten, die z. B. islamistische Ideologeme aufweisen. Jugendliche sollen befähigt werden, diese zu identifizieren, zu hinterfragen und letztlich als leere Phrasen zu entlarven.

Aktuelles

Berichte aus der laufenden Projektarbeit

 

Schüler der Realschule Luisenstraße gewinnen den letzten Wettbewerb

 

Gewinner des Dialoggruppenwettbewerbs werden am 20.09.2013 in Düsseldorf ausgezeichnet.

 

2. Fußballturnier am 22.03.2013

 

Der Dialoggruppenwettbewerb 2013 hat begonnen

 

Feierliche Preisübergabe in Bilk

 

Interreligiöser Flashmob erfolgreich durchgeführt

 

Preisverleihung am 12.12.2012

 

Flashmob-Vorbereitungstreffen am 25.10.2012

 

Zwei Motorroller für den Dialoggruppenwettbewerb

 

Bekanntgabe der Juryentscheidung und

Kegelparty am 21.09.2012

 

Jury entscheidet am 6. September 2012

 

Dialoggruppenphase im Wettbewerb 2012 erfolgreich abgeschlossen

 

Westdeutsche Zeitung berichtet über unsere Veranstaltung Salafismus in Deutschland

 

Veranstaltung: Salafismus in Deutschland - Randphänomen oder Bedrohung?

 

Westpol-TV-Beitrag "Prävention gegen Salafismus" mit Beiträgen aus der aktuellen Projektarbeit

 

Delegation des U.S. Department of Homeland Security besucht unser Modellprojekt

 

Stadtwerke Düsseldorf AG spenden zwei Ballonfahrten

als Preise für den Wettbewerb 2012

 

Fußballturnier mit allen Dialoggruppen

 

Ibrahim trifft Abraham auf Youtube

 

Der Dialoggruppenwettbewerb 2012 hat begonnen

 

Festlicher Jahresabschluss - Othman gewinnt einen Motorroller

 

Ralf Jäger, Innenminister des Landes NRW, übergibt am 16.12.2011 die Preise an die Gewinner des Dialoggruppenwettbewerbs 2011

 

Ibrahim trifft Abraham - Diesmal mit Musik

30.11.2011 in der Jazz-Schmiede

Himmelgeister Str. 107

 

US-Delegation besucht "Ibrahim trifft Abraham"

 

WDR berichtete über unsere Projektaktivitäten

 

Erste Dialoggruppenphase erfolgreich abgeschlossen

 

Gespräch in der Düsseldorfer Synagoge

 

Besuch der Merkez-Moschee in Duisburg

 

Der Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Geschäftsführer der GRÜNEN Volker Beck besuchte am 17. Mai das Modellprojekt Ibrahim trifft Abraham.

 

Dialoggruppe mit Jugendlichen aus der Hulda-Pankok-Gesamtschule besucht den Kölner Dom und die Bausstelle der Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld

 

Der Wettbewerb 2011 hat begonnen.

Drei Dialoggrupen erstellen Beiträge

 

Peugeot Scooters spendet Motorroller

für den Wettbewerb 2011

 

Kontakt

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+49 211 9052226

 

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